Club Fournier International
1987 in Paris gegründet ist der CFI ein Verein, der die Liebhaber von RF-Flugzeugen zusammenführt, ihnen einen Erfahrungsaustausch ermöglicht und eine Plattform für gemeinsame Aktivitäten bietet. RF steht für René Fournier, geboren 1921 in Tours an der Loire, Konstrukteur und Vater der modernen Motorsegler. Rund 250 Fans sind weltweit CFI-Mitglieder. In Deutschland, wo die meisten RF-Motorsegler beheimatet sind, haben sich etwa 110 Enthusiasten dem CFI (Deutschland) e.V., gegründet 1996 und mit Sitz in Speyer angeschlossen.
In Deutschland findet man vorwiegend die Einsitzermotorsegler vom Typ RF3 und RF4 D und die Zweisitzer RF5 und RF5 B. Diese Motorsegler in Holzbauweise mit Stoffbespannung sind besonders leicht.
Überdurchschnittliche Flugeigenschaften, gelungene Ruderabstimmung, Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und Sparsamkeit kennzeichnen diese Motorsegler. Fälschlicherweise gelten sie als anspruchsvoll. Sie sind in der Insiderszene sehr beliebt.
Mehr Infos in der Website unter RF Aircraft und RF Gallery
Die meisten RFs befinden sich heute vorwiegend in Privatbesitz und werden liebevoll gepflegt. Trotz ihres hohen Alters, da zwischen 1963 und 1973 produziert, stehen viele davon in einem einwandfreien bis neuwertigen Zustand da. Das ist auch der wesentliche Vorteil der mittlerweile verdrängten kostenintensiven Holzbauweise.
Die schlanken RFs sind besonders leise, wirtschaftlich und schnell und daher für den Reiseflug bestens geeignet. Eine gut motorisierte RF5 schafft spielend 180 km/h bei einem Verbrauch von 14 Litern Super Plus in der Stunde. Eine Flugstunde mit einem Einsitzer kostet etwa 30 bis 40 Euro und mit dem Zweisitzer etwa 50 bis 70 Euro je nachdem welche Versicherungen vom Besitzer abgeschlossen wurden.
CFI-Mitglieder pflegen intensive Kontakte miteinander, insbesondere wenn es um Technik und Ersatzteilversorgung geht. Es werden regelmäßige Treffen und gemeinsame Flüge organisiert. Einmal im Jahr findet ein europäisches RF-Treffen statt, und seit 1992 findet jährlich eine große einwöchige Tour statt, die schon mehrere Tausend Kilometer lang sein kann. Am Anfang waren es Flüge in die Nachbarländer wie Frankreich, England oder Italien zu anderen CFI Freunden. Die Ziele wurden dann immer weiter gesteckt. Dann kam Portugal an die Reihe, später Malta, Osteuropa dann Skandinavien mit Flügen nach Finnland bis zum Nordkap.
2003 flog ein CFI Verband zum ersten Mal über die europäischen Grenzen nach Marokko, 2004 wagten sich die CFI-Piloten bis Kappadokien in der Türkei mit einem unvergesslichen Verbandsflug über Istanbul. 2007 war ein Rundflug durch Rumänien und Bulgarien die neue fliegerische Herausforderung. 2008 waren die schottischen Insel das Ziel für 40 Piloten aus 4 verschiedenen Ländern. Eine von Wetter her sehr anspruchsvolle Unternehmung!
Der CFI ist daher eine lebendige europäische Institution geworden, und ist bestimmt der erste funktionierende europäische Fliegerclub überhaupt.
Da die Piloten vorwiegend an ihren Flugzeugen zelten, werden die gemeinsamen Etappen von einer ausgeprägten Geselligkeit gekennzeichnet, und die Kosten bei diesen Touren bleiben so niedrig wie möglich. Nur dadurch können die CFI-Mitglieder intensiv an solchen Touren teilnehmen. CFI-Piloten fliegen deshalb überdurchschnittlich viel, manche davon über 100 Stunden im Jahr, was der Sicherheit zugute kommt.
In Speyer, wo der Kern des deutschen CFI residiert, unterhält der Club eine kleine Flugzeughalle mit 2 Motorseglern vom Typ RF5, die D-KEAA und die D-KOPF, welche von rund 10 Piloten geflogen werden.
| Info | Patrick Faucheron |
| Adresse | Luchsweg 6 |
| D-68804 Altlussheim | |
| Telefon | 06205-33270 |
| p.faucheron|AT|web.de |